Technologische Entwicklung der Schweizer Busflotte von 1940 bis 2022: Eine Bestandsaufnahme und Datenbank für Forschungszwecke
Möchten Sie mehr über die Entwicklung des Schweizer Busparks erfahren?
Entdecken Sie die wichtigsten Ergebnisse einer Studie, die eine Bestandsaufnahme der zwischen 1940 und 2022 in der Schweiz gefahrenen Busse vornimmt.
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1. Was ist das Thema dieser Studie?
Diese Studie befasst sich mit der technologischen Entwicklung der Busse in der Schweiz zwischen 1940 und 2022.
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2. Warum wurde diese Bevölkerungsgruppe ausgewählt?
In diesem Forschungsprojekt interessieren wir uns für die Gesundheit der Schweizer Busfahrerinnen und Busfahrer. Um zu verstehen, welche Faktoren ihre Gesundheit beeinträchtigen können, müssen wir die beruflichen Belastungen (z. B. Lärm, Vibrationen) kennen. Diese Daten liegen uns jedoch nicht vor und müssen erst erhoben werden. Wir wissen auch, dass der Arbeitsplatz der Busfahrerinnen und Busfahrer der Bus ist. Daher müssen wir den Arbeitsplatz der Busfahrerinnen und Busfahrer kennen, um den Zusammenhang zwischen der Arbeit und der Gesundheit dieser Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer untersuchen zu können.
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3. Wie lässt sich die geringe Anzahl an Studien zu diesem Thema erklären?
Es handelt sich um ein spezifisches Thema, das mehrere Disziplinen umfasst: Ingenieurwesen, Gesundheit usw. Es gibt ähnliche Studien zu bestimmten Aspekten der Fahrzeugentwicklung, jedoch immer auf nationaler Ebene (z. B. England). Bislang hat sich kein Forschungsteam in der Schweiz mit dieser Frage befasst.
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4. Was ist das Ziel dieser Studie?
Das erste Ziel besteht darin, ein Verzeichnis aller Busse und Oberleitungsbusse zu erstellen, die zwischen 1980 und 2022 (Jahr der Studie) in der Schweiz im Einsatz waren. Das zweite Ziel ist es, die technologische Entwicklung der Fahrzeuge zu untersuchen. Und das letzte Ziel besteht darin, die Busse in Gruppen ähnlicher Fahrzeuge einzuteilen.
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5. Wie sind Sie bei der Durchführung dieser Studie und der Erzielung Ihrer Ergebnisse vorgegangen?
Für diese Studie wurden Internetrecherchen zu den Schweizer Verkehrsunternehmen durchgeführt, um deren Busflotten zu ermitteln. Anschliessend wurden diese Unternehmen kontaktiert, um sie zu bitten, ihre Bestandsaufnahme zu vervollständigen und die von uns gesammelten Informationen zu überprüfen.
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6. Was kam dabei heraus und wie interpretieren Sie das?
Es konnten 891 Busmodelle inventarisiert werden, die zwischen 1940 und 2022 auf Schweizer Strassen unterwegs waren. Die ersten Busse waren Busse mit Verbrennungsmotor (Diesel, Benzin) mit Schaltgetriebe und Motor unter der Motorhaube. Innerhalb von zwei Jahrzehnten gab es zahlreiche Fortschritte: halbautomatisches Getriebe, dann Automatikgetriebe, hydraulische Servolenkung, Verlegung des Motors in die Mitte und dann nach hinten sowie die Einführung von Gelenkbussen. Die Schalldämmung der Busmotoren kam in den 1970er Jahren auf. Seit Anfang der 2010er Jahre werden Hybridbusse in die Schweizer Busflotte integriert, und einige Jahre später sind Elektrobusse an der Reihe.
Diese Busse wurden in vier Gruppen eingeteilt:
1. Alte Verbrennungsbusse (1940–1980)
2. Moderne Verbrennungsbusse (ab 1970)
3. Kleinbusse
4. Hybrid- und Elektrobusse
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7. Welche Schlussfolgerung haben Sie daraus gezogen?
Busse haben sich in weniger als 40 Jahren (der Dauer der beruflichen Laufbahn einiger Busfahrerinnen und Busfahrer) enorm weiterentwickelt. Dies könnte Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Fahrerinnen und Fahrer haben. Weitere Untersuchungen könnten Antworten auf diese Fragen liefern.
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8. Was sind die Stärken und Grenzen dieser Studie?
Eine der Stärken der Studie ist die Zusammenarbeit mit öffentlichen Verkehrsunternehmen (40 % Beteiligung). Eine der Grenzen besteht darin, dass das Inventar unter anderem auf im Internet gesammelten Daten basiert. Es gibt kein offizielles Register, und es ist möglich, dass einige Busmodelle fehlen. Wenn dies der Fall ist, handelt es sich wahrscheinlich um Busse, die in der Schweiz nur selten eingesetzt werden.
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9. Was ist Ihrer Meinung nach der nächste logische Schritt nach dieser Studie?
Diese Studie wird als Grundlage für die Fortsetzung des Projekts dienen. Sie wird zur Erstellung von Matrizen für Bus-Expositionen und Bus-Ergonomie verwendet werden. Dabei handelt es sich um Datenbanken mit Busmodellen und Expositionen (z. B. Vibrationen) sowie ergonomischen Bewertungen.